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Die ILO-Konvention 169
Wieso brauchen indigene Völker einen
besonderen Schutz?
Der Kampf um Anerkennung als indigenes
Volk ist sehr real und existentiell, und
beinhaltet die Anerkennung ihrer Rechte
auf Selbstbestimmung und ein Leben in
Würde, das Recht, ihre eigene Tradition
aufrecht zu erhalten, und den
Entwicklungsweg derselben nach eigenen
Vorstellungen zu gestalten. Zu oft aber
wurden und werden die Indigenen Opfer
von Ressourceninteressen und
Assimilierungspolitik: Die rund 350
Millionen Indigenen, die in 5000
Völkergemeinschaften in über 70 Ländern
leben, sind von Ausbeutung und
Unterdrückung betroffen, ihre
Territorien werden von multinationalen
Firmen geplündert, verseucht und
zerstört sowie ihre Kultur behindert und
ihre Sprache zum Verschwinden gebracht.
Gesellschaftlich an den Rand gedrängt,
politisch, sozial und wirtschaftlich
marginalisiert, gehören sie damit heute
zu den ärmsten und am meisten
benachteiligten Bevölkerungsteilen.
Was will die ILO Konvention 169?
Im Unterschied zu Rechtsinstrumenten des
Minderheitenschutzes, die
Individualrechte gewähren, anerkennt die
ILO-Konvention 169 explizit den Bergriff
„Indigene Völker“ und reiht sich damit
in das Völkerrecht ein. Den Indigenen
werden so als Volk kollektive Rechte
zu-gestanden. Die ILO-Konvention 169 ist
bis heute das einzige verbindliche
Rechtsinstrument zum Schutz der
indigenen Völker. Auch
sind ihre traditionellen Rechte stets
Kollektivrechte, und allein ein solches
Instrument ermöglicht die Harmonisierung
von traditionellem und nationalem Recht.
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ILO-Konvention
169 (Text):
deutsch
französisch
englisch
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